Das Pekinger Aquarium steht als eigenes, muschelförmiges Gebäude im nördlichen Teil des Zoos. Der Rundgang führt von tropischen Süßwasserbecken über Haie und den Chinesischen Stör zu Meeresaquarien und einem Theater. Besonders häufig loben Besucher die beleuchteten Quallen und die hohen Panoramascheiben, durch die sich große Fische aus nächster Nähe beobachten lassen. Der Unterwassertunnel ist schön, aber kurz: Allein für diesen Abschnitt lohnt sich der vergleichsweise teure Eintritt kaum. Für das Aquarium sind 3–4 Stunden sinnvoll; zusammen mit einem ausführlicheren Zoobesuch sollte man den Großteil eines Tages einplanen.
Am besten kommt das Haus bei Familien an. Kinder bleiben an den Quallenbecken stehen, beobachten Fütterungen und freuen sich auf Delfin- und Seelöwenvorführungen. Erwachsene urteilen zurückhaltender, besonders im Vergleich mit größeren Aquarien. Ältere wie aktuelle Erfahrungsberichte zeigen denselben Zwiespalt: Die Tiere sind interessant, doch der Preis erscheint manchen für den Umfang der Ausstellung hoch. Lob für saubere Bereiche steht neben Kritik an Abnutzung. Eine eindeutige Verbesserung oder Verschlechterung lässt sich daraus nicht ableiten. Auch Fotos früherer Besuche sind keine Garantie dafür, dass jedes Becken oder jeder Ausstellungsbereich zugänglich ist.
Am günstigsten ist ein Besuch zur Öffnung außerhalb von Schulferien und Feiertagen. Werktage sind häufig ruhiger, allerdings kommen auch dann Schulgruppen. Wer eine Vorführung sehen möchte, sollte gleich am Eingang den Tagesplan prüfen. Für Ende August und September 2026 sind werktags 11:30 und 15:00 vorgesehen, am Wochenende 11:15, 13:30 und 15:45; an Feiertagen gelten gesonderte Pläne. Besucher empfehlen, sich 30–40 Minuten vorher einen Platz zu suchen, an vollen Tagen auch früher. Wer lieber die Becken betrachtet, kann die Vorführungszeit für einen ruhigeren Rundgang nutzen. Mit chinesischer Moderation ist zu rechnen; eine verlässlich zweisprachige Vorstellung sollte man nicht erwarten.
Für die Taxifahrt ist Qixiang Road 6 an der Nordseite des Zoos die hilfreiche Adresse. So vermeidet man einen unnötigen Weg durch den gesamten Park. Die Station Beijing Zoo an der Metrolinie 4 erschließt das Gelände, das Aquarium liegt jedoch nicht unmittelbar am Stationsausgang. Ein reguläres Tagesticket für Erwachsene kostet in der Hauptsaison 175 CNY und schließt den Zoo ein; bei Ermäßigungen gelten andere Leistungen. Seit dem 25. April 2026 kostet die Kinderkarte 115 CNY ohne Zooeintritt. Die Karte für Schüler und Studierende für 120 CNY umfasst den Zoo, jedoch nicht das Pandahaus. Die frühere pauschale Freikarte bis einschließlich sechs Jahre ist überholt. Altersgrenzen, Nachweise und Einlassverfahren des konkreten Angebots vor dem Kauf prüfen; bei einem ausländischen Reisepass den Anbieter nach dem Ablauf fragen. Abendbesuche werden gesondert verkauft.
Im Haus gibt es Cafés und Souvenirläden. Teures Essen und aufdringlicher Verkauf vor den Vorstellungen werden allerdings wiederholt kritisiert. Mahlzeiten und Ausgaben für Extras deshalb vorher planen und Trinkwasser mitnehmen. Auch die Tierhaltung sollte in die Entscheidung einfließen: Mehrere Besucher beanstanden den begrenzten Platz in den Belugabecken; Vorführungen mit Meeressäugern gefallen nicht jedem. Wer solche Darbietungen grundsätzlich ablehnt, sollte das vor einer Buchung berücksichtigen. Beschwerden über Elefanten und andere Landtiergehege betreffen den angrenzenden Zoo und beschreiben nicht die Aquarien.

