Die Prinzessinnen-Villa (Gongzhu Lou) ist eines der bekanntesten Häuser in Badaguan, Qingdaos grünem Viertel historischer Villen. Laut unserem Reiseführer wurde sie 1941 nach Plänen von Wladimir Georgijewitsch Jurjew, einem Emigranten aus dem Russischen Reich, für einen deutschen Einwanderer gebaut. Der Stil erinnert an Kopenhagen: Ziegel- und Holzbau auf Granitsockel, steiles Dach, Türmchen und Gauben. Vor Ort hält sich die romantische Legende, das Haus sei für eine dänische Prinzessin gebaut worden, die nie kam – daher der Name; das ist eher Erzählung als Geschichte.
Besucher loben vor allem das Äußere: kräftige Farben, das rote Dach, die Terrasse und der kleine Garten mit Kinderpfad und einer Spieluhr in Kirchenform machen die Villa zu einem der fotogensten Orte in Badaguan. Innen gibt es drei Etagen und ein Untergeschoss mit historischen Möbeln, persönlichen Gegenständen und Fotos der Familie sowie märchenhafte Dekoration im Stil von Hans Christian Andersen. Beim Interieur gehen die Meinungen auseinander: Manche mögen die gemütlichen Räume, andere finden sie durchschnittlich und den Garten zu künstlich.
Praktische Tipps: Der Eintritt kostet 20 Yuan. Es gibt auch ein Kombiticket mit dem Pavillon im spanischen Stil und dem Schmetterlingshaus; der spanische Pavillon liegt direkt gegenüber, das Schmetterlingshaus weiter entfernt. Für das Haus reichen 30–60 Minuten – verbinden Sie es mit einem Spaziergang durch die Alleen von Badaguan und zum Badestrand Nr. 2 im Osten. Am besten morgens kommen, wenn es ruhiger ist; Tickets gibt es bis etwa eine Stunde vor Schließung. Parken in der Nähe kostet rund 20 Yuan pro Stunde, öffentliche Verkehrsmittel sind sinnvoller.
Häufige Kritik: Andrang am Wochenende, ein für viele unspektakuläres Interieur und ein Kombiticket, das manche als überteuert empfinden. Bei wenig Zeit die Fassade kostenlos von der Straße bewundern und nur bei Interesse am Inneren ein Einzelticket kaufen. Zwischen den Villen ist das Haus leicht zu übersehen – navigieren Sie zur Juyongguan Road Nr. 10.





