Der Prinz-Gong-Palast bei Shichahai lohnt sich vor allem wegen seines Aufbaus: Auf repräsentative Innenhöfe folgt ein Garten mit Teichen, Pavillons und künstlichen Felsen. Das Anwesen gehörte zunächst dem Beamten Heshen und später Prinz Gong. Besucher vergleichen es mit einer kleineren Verbotenen Stadt, deren Anlage sich bei einem Rundgang leichter erschließt. Geschnitzte Trennwände, bemalte Dachdetails und aufwendig gestaltete Tore lassen sich dabei aus der Nähe betrachten.
Am meisten Lob erhält der Garten. In den Bewertungen werden die Blüten im Frühling, herbstliche Ginkgobäume und verschneite Dezemberansichten hervorgehoben; auch das westlich gestaltete Tor und das geschlossene Theater bleiben vielen in Erinnerung. Vor der Inschrift fu, dem Zeichen für Glück, bildet sich in der Grotte häufig eine Schlange. Mehrere Besucher erläutern, dass man beim symbolischen Berühren nur eine Schutzscheibe anfasst. Eine stille Gartenpause ist nicht garantiert: Reisegruppen und Fotoshootings in historischen Kostümen prägen den Besuch deutlich mit.
Auch manche enttäuschten Besucher bewundern die Außenarchitektur, während die Räume ihre Erwartungen weniger erfüllen. Kritisiert werden verschlossene Säle, moderne Ausstellungen statt historisch eingerichteter Wohnräume und viele Souvenirangebote. Solche Hinweise finden sich sowohl 2017–2019 als auch im Februar 2026; im Frühjahr und Sommer 2026 werden erneut Gedränge und wenige englische Erläuterungen erwähnt. Das spricht eher für anhaltende Einschränkungen als für eine eindeutig neue Verschlechterung. Wer die Geschichte erklärt bekommt, erlebt den Rundgang häufig als wesentlich ergiebiger.
Das Museum führt einen englischen Audioguide im Angebot; Deutsch steht nicht auf der veröffentlichten Sprachliste. Wer Englisch versteht, kann damit Lücken der Ausstellungstexte ausgleichen, andernfalls lohnt sich eine Vorbereitung oder eine vorab vereinbarte Führung. Eine Bewertung vom März 2026 lobt den automatischen Start an den jeweiligen Stationen, während ein älterer Gast mit einem separat gekauften Angebot ohne diese Funktion unzufrieden war. Prüfen Sie deshalb das gewählte Angebot vor dem Rundgang. Rechnen Sie mit zwei bis drei Stunden und zusätzlicher Zeit für Gartenfotos; ein früher Besuch an einem Werktag kann das Gedränge verringern.
Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 08:30 bis 17:00 Uhr; montags bleibt das Museum außer an gesetzlichen Feiertagen geschlossen. Der Kartenverkauf endet um 16:00 Uhr, der Einlass um 16:10 Uhr. Der reguläre Eintritt kostet 40 Yuan. Offizielle Reservierungen werden zehn Tage vorher um 20:00 Uhr Pekinger Zeit freigeschaltet. Bei Buchung mit einem ausländischen Reisepass wählen Sie den passenden Dokumenttyp, bringen den Originalpass mit und tauschen die Reservierung am Serviceschalter gegen einen Einlassnachweis. Ab Ausgang B der Station Beihai North an der U-Bahn-Linie 6 folgen Sie den Schildern zu Tor 1. Anschließend bietet sich ein Spaziergang an den Shichahai-Seen an.


