Vom Palast zum tibetischen Kloster 🇨🇳
Der Lama-Tempel (Yonghe-Tempel) in Peking wurde 1694 als Qing-Palast für Prinz Yong errichtet und 1744 in ein tibetisch-buddhistisches Kloster umgewandelt. Heute gehört er zu den größten und besterhaltenen Lama-Klöstern Chinas. Die Architektur kombiniert chinesische und tibetische Elemente – rote Hallen, gelb glasierte Dächer (die kaiserliche Farbe) und filigrane Holzschnitzereien.
Prachtvolle Hallen & riesige Buddhas
Viele Reisende schwärmen von den ehrwürdigen Dimensionen. Im Wanfu-Pavillon steht eine 26 Meter hohe weiße Sandelholzstatue des künftigen Buddhas Maitreya – laut Reiseführern die größte Holz-Buddha-Statue der Welt. Außerdem gibt es eine 18-Meter-Buddha-Figur und einen »Arhat-Hügel« mit 500 Figuren. Eine Besucherin schreibt: „Muss man gesehen haben … allein schon die größte Buddha-Statue der Welt … sensationeller Duft der Räucherstäbchen“. Der Tempel beeindruckt mit prächtigen Hallen und detailreicher Dekoration.
Aktives Kloster & Rituale
Der Lama-Tempel ist auch heute noch ein aktiver Andachtsort. Pilger und Besucher entzünden Räucherstäbchen (am Eingang erhält man drei gratis) in den Hallen. Der Weihrauchduft erfüllt die Luft. Besucher werden gebeten, sich ruhig zu verhalten, die Innenräume nicht zu fotografieren und angemessene Kleidung zu tragen (keine Hüte oder zu freizügige Kleidung). An Wochenenden und Feiertagen ist der Tempel sehr voll; ein Reisender empfiehlt daher einen Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag.
Fakt – der Name „Yonghe“ (雍和) bedeutet „Harmonie und Frieden“. Kaiser Qianlong verlieh dem Tempel 1735 imperiales Ansehen und deckte die Dächer mit gelben Ziegeln (der Farbe des Kaisers).
