Die Christuskirche (evangelische Kirche an der Jiangsu Road, früher Evangeliumskirche) wurde 1910 von den Deutschen nach Plänen des Architekten Curt Rothkegel erbaut. Der burgartige Bau im romanisch-gotischen Stil – Granitmauern, steiles rotes Dach, grüne Turmspitze und ein etwa 39 m hoher Glockenturm – war das geistliche Zentrum der deutschen Gemeinde in Qingdao. Nach 1949 wurde das Gebäude anderweitig genutzt und in den 1980er-Jahren wieder für Gottesdienste geöffnet. Heute gehört es zu den Wahrzeichen der Altstadt.
Besucher loben die Farben, das runde Buntglasfenster hinter dem schlichten Kreuz, die Orgel auf der Empore über dem Eingang und vor allem den Aufstieg zum großen mechanischen Uhrwerk, das noch immer genau geht. Viele ziehen die Kirche der St.-Michael-Kathedrale vor, weil hier deutlich weniger los ist. Der Platz davor ist bei Hochzeitsfotografen beliebt. Manche merken an, dass der Innenraum klein und eher dunkel ist – die Höhepunkte sind Fassade und Uhrwerk.
- Eintritt: 10 Yuan für Gelände, Kirchsaal und Glockenturm.
- Anfahrt: Die Metrolinie 4 hält in der Nähe; die Kirche liegt in einer kleinen Gasse auf einem Hügel an der Jiangsu Road gegenüber dem Krankenhaus und ist leicht zu übersehen.
- Dauer: etwa eine Stunde; gut mit dem Signalberg-Park und dem Gästehaus nebenan kombinierbar.
- Fotos: Am schönsten ist das Licht an sonnigen späten Nachmittagen; letzter Einlass um 16:30 Uhr.
Häufigste Kritikpunkte sind der versteckte Zugang und das bescheidene Innere. Halten Sie Ausschau nach der Gasse bergauf von der Jiangsu Road und lassen Sie den Turm nicht aus – er macht das Ticket erst lohnend.




