Die St.-Michael-Kathedrale wurde 1931–1934 von deutschen Architekten im neoromanischen Stil erbaut. Die massiven Rundbogenfenster und die zwei symmetrischen, über 50 Meter hohen Türme machen sie zu einem Wahrzeichen Qingdaos, das auf unzähligen Souvenirmagneten zu sehen ist. Die Kirche ist weiterhin aktiv und hält regelmäßig Gottesdienste ab; sie prägt das historische Altstadtviertel rund um die Zhongshan-Straße.
Besucher loben die Granitfassade, die Fensterrose und die Buntglasfenster im Inneren; die umliegenden Straßen mit roten Ziegeldächern wirken auf viele europäisch. Der Vorplatz gehört zu den beliebtesten Orten für Hochzeitsfotos – lebendig, aber oft voll. Manche empfinden das Innere als eher schlicht und meinen, wer sich wenig für Kirchenarchitektur interessiert, könne sich mit der Außenansicht begnügen; andere bemerken Moos an den Mauern und eine nicht ganz gepflegte Bausubstanz. Den Altarbereich darf man nicht fotografieren.
Praktische Hinweise: Die Kathedrale liegt in der Zhejiang-Straße 15 und ist vom Bereich der Seebrücke bequem zu Fuß bergauf erreichbar; die Zhongshan-Straße ist nur wenige Schritte entfernt, und neben der Kirche steht das ehemalige Pfarrhaus von 1908, ein dreistöckiger Backsteinbau. Die Außenbesichtigung ist kostenlos, der Eintritt ins Innere kostet symbolische 10 Yuan (laut Besuchern für Studierende die Hälfte). Geöffnet ist 8:30–17:00 Uhr, Einlass bis 16:30 Uhr. Sonntags dürfen auch Nichtchristen die Messe besuchen, müssen aber still in den hinteren Reihen sitzen, ohne herumzugehen, zu sprechen oder zu fotografieren. Etwa eine Stunde reicht; am ruhigsten ist es werktags am Vormittag, im Sommer und Herbst gibt es abends mitunter Lichtprojektionen auf der Fassade.
Andrang: An Feiertagen ist der Platz mit Touristen und Fotoshootings überfüllt. Kommen Sie früh an einem Werktag oder schauen Sie abends nur kurz auf die beleuchtete Fassade, ohne hineinzugehen.






